Versunkene Fluktuationskosten kosten viel Geld
Team Fundamensch

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Hier bloggen Pascal und Stephan, die Gründer von fundamensch. In unseren Artikeln wollen wir euch spannende Inputs zur neuen Arbeitswelt geben – wie immer rund um die Trends Arbeitswelt 4.0 und New Work.

Das Potenzial der unterschätzten Fluktuationskosten

Jedes Jahr verlassen Arbeitnehmerinnen und -nehmer ihren Arbeitsplatz, weil sie unzufrieden mit den Arbeitsbedingungen sind, sich nicht mehr wohl fühlen oder einfach eine attraktivere Stelle finden. Hierbei sprechen wir von der Nettofluktuation. Sie gibt Auskunft darüber, wie viele Arbeitnehmende freiwillig den angestammten Arbeitsplatz verlassen und ist deshalb ein wichtiger Indikator für die Attraktivität eines Arbeitgebers. 

Wenn Mitarbeitende das Unternehmen aufgrund ihrer Unzufriedenheit verlassen, entsteht nicht nur ein Imageschaden, es entstehen auch Kosten. Schliesslich muss Ersatz gefunden, rekrutiert und eingearbeitet werden. Gehen wir davon aus, dass diese Kosten bei einem durchschnittlich entlöhnten Arbeitsplatz circa ein halbes Jahressalär der Stelle betragen. Der Median des Jahresgehalts eines Schweizers/einer Schweizerin beträgt ungefähr CHF 78’500. Dies würde Kosten in Höhe von fast CHF 40’000 pro Mitarbeitenden, der die Unternehmung verlässt, bedeuten. Die so anfallenden Aufwendungen werden in Unternehmen vielfach nicht erkannt, geschweige denn diskutiert, denn sie fallen indirekt an und sind durch Effizienzverluste in den fixen Personalkosten versteckt.

Was aber passiert nun, wenn Unternehmungen Geld investieren würden, um Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen attraktiver zu gestalten? Kommen wir zurück auf unser Beispiel: Die Unternehmung beschäftigt rund 500 Mitarbeitende und schafft es, die Nettofluktuation durch gezielte Massnahmen zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität, um 1 Prozentpunkt zu senken. Das würde bedeuten, dass fünf Mitarbeitende jährlich weniger die Unternehmung verlassen würden. Oder eben, pro Jahr CHF 200.000 (5x CHF 40.000) eingespart werden könnten. Selbst wenn davon ein Teil investiert werden muss, um diese Attraktivitätsziele zu erreichen, bleibt ein stattlicher Gewinn. 

Diese Investitionen bleiben oft aus, da die Kosten für die Entwicklung solcher Massnahmen im Unterschied zu den versunkenen Fluktuationskosten direkt anfallen und sichtbar sind. Dazu kommt, dass der Nutzen im Gegensatz zu den Kosten nicht direkt sichtbar und oft nicht messbar ist – die Rechnung kann sich jedoch lohnen. 

Durch erfüllte Mitarbeitende werden nicht nur die versteckten Fluktuationskosten gesenkt, zufriedene Mitarbeiter sind auch produktiver und motivierter und das Image nach aussen wird zusätzlich gesteigert. Es ist weit mehr als ein positiver Nebeneffekt, wenn plötzlich alle in deiner Firma arbeiten wollen. Doch mehr dazu in unseren nächsten Blogs.  

Und jetzt du, hast du schon einmal eine Stelle gewechselt, weil du unzufrieden warst? Wie sieht ein attraktiver Arbeitgeber für dich aus? 

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