Der Arbeitsalltag von Morgen
Team Fundamensch

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Hier bloggen Pascal und Stephan, die Gründer von fundamensch. In unseren Artikeln wollen wir euch spannende Inputs zur neuen Arbeitswelt geben – wie immer rund um die Trends Arbeitswelt 4.0 und New Work.

Wie wird mein Arbeitstag morgen spannender?

Die Zeiten, in denen ein guter Job mit hohem Einkommen und entsprechendem sozialen und gesellschaftlichen Status das Mass der Dinge war, sind vorbei. Der allgemeine Wohlstand ist in den letzten Jahrzehnten gestiegen, es rücken mehr und mehr andere Bedürfnisse und Ansprüche in den Vordergrund. Die Lebensqualität an sich wird immer wichtiger. Work-Life-Blending, also die Loslösung der Arbeit von Zeit und Ort und damit verbunden die vollständige Überlagerung von Privatem und Arbeit für mehr Flexibilität, ist immer mehr Teil der neuen Work-Life-Balance. Mobiles und remote Arbeiten sind vielerorts schon selbstverständlich. All das hilft natürlich, das Privatleben besser zu geniessen. Trotz all dem verbringen wir immer noch sehr viel Zeit “auf der Arbeit”. Deshalb ist es umso wichtiger, sicherzustellen, dass sich auch diese Zeit positiv auf die Lebensqualität auswirkt. Es liegt nahe, dass die Tätigkeit, die man in dieser Zeit ausübt, einen grossen Einfluss darauf hat – macht sie Spass? Hilft sie jemandem weiter? Diese Fragen stellen sich viele Arbeitnehmende.

Unternehmen müssen die richtigen Antworten mit einem passenden Arbeitsplatz liefern. Was jemandem Spass macht und welche Tätigkeiten jemand als erfüllend erlebt, ist sehr individuell. Es gibt deshalb zwei interessante Konzepte, wie Unternehmen dieser Individualität gerecht werden können: Jobenrichment (Arbeitsbereicherung) und Jobenlargement (Arbeitserweiterung). Beim Jobenrichment geht es darum, dass Mitarbeitende komplexere und herausforderndere Aufgaben übernehmen – oft nach der entsprechenden Weiterbildung. Durch Jobenlargement hingegen können Mitarbeitende verschiedene Aufgaben mit demselben Anforderungsniveau wahrnehmen. So könnte z.B. jemand aus dem Marketing nicht immer nur die Newsletter schreiben, sondern auch den Instagram-Kanal pflegen. In der Produktion können andere Arbeitsschritte wahrgenommen werden, im Vertrieb eine andere Region mit neuen Leuten und Arbeitswegen, ein Lagerverwalter, der bisher die Verantwortung für das Inventar hatte, macht nun auch selbst Bestellungen.

Das klingt alles gut, liegt aber leider oft ausserhalb des Einflussbereiches einzelner Mitarbeitenden. Was also, wenn dein Unternehmen noch nicht die richtigen Antworten auf die Frage nach dem passenden und sinnstiftenden Arbeitsplatz liefert?

Zum Glück hat man oft etwas Gestaltungsspielraum und kann sein Glück ein Stück weit selbst in die Hand nehmen. Unter Job Crafting versteht man nämlich, die Arbeit durch kleinere Anpassungen besser auf die Interessen und Bedürfnisse der ausübenden Person zuzuschneiden und so dafür zu sorgen, dass die Arbeit besser zu den jeweiligen Stärken und Interessen des/der einzelnen Mitarbeitenden passt. So haben sich zum Beispiel Putzequipen in einem Spital zur Aufgabe gemacht, verirrte Patient:innen in ihre Zimmer zurückzubegleiten. Lehrer:innen haben freiwillig IT- oder Theaterkurse gegeben, Hauswarte/Hauswartinnen haben ein offenes Ohr für die Sorgen ihrer Mitarbeiter:innen und Softwareentwickler:innen schreiben Blogs für ihr Unternehmen. Die Möglichkeiten sind theoretisch grenzenlos, oft kannst du deshalb mit Eigeninitiative bereits sehr viel erreichen, wenn dein Arbeitgeber ein wenig offen ist – denn dieser profitiert ebenfalls.

Deshalb die Frage an dich: Gibt es Aufgaben, die dir Spass machen und die du noch zusätzlich wahrnehmen kannst? Gibt es vielleicht Aufgaben, die du mit jemandem tauschen kannst? Was wäre schon lange zu tun, wird aber nicht gemacht? Mit wem möchtest du gerne zusammenarbeiten und wie kannst du dieser Person behilflich sein?

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