Innovatives Team beim Arbeiten
Yasmin Wieland

Yasmin Wieland

Yasmin arbeitet seit Februar 2020 bei VNTR, den Innovations- und Venturingteams von PostFinance. Parallel dazu schloss sie im letzten Jahr den Master in Betriebswirtschaft an der Universität Bern ab. Heute ist sie teamintern verantwortlich für Brand, Marketing und Communication.

Ich und mein Team

Neue Organisationsformen werden immer populärer, doch wie entscheidend ist eine solche für den Berufseinstieg von Jungen? Im Folgenden werde ich dir meine Geschichte mit der Soziokratie etwas näherbringen.

«Wir sind im Innovations-Team soziokratisch aufgestellt» hiess es vor zwei Jahren beim Bewerbungsgespräch für mein Praktikum bei VNTR | Innovation & Venturing bei PostFinance. Sofort habe ich nachgefragt, was das im eigentlichen Arbeitsalltag bedeutet:

  • Entscheidungen werden im Konsent getroffen (eine Entscheidung gilt, solange kein Teammitglied einen schwerwiegenden Einspruch hat)
  • Jegliche Teammitglieder sind gleichwertig (egal ob Praktikantin oder Senior)
  • Personen haben spezifische Rollen inne (ein Themenbereich mit der dazugehörigen Verantwortung)

Im ersten Moment hörte sich das natürlich fantastisch an und ich war begeistert. Es stellte sich heraus, dass die Grundsätze tatsächlich gelebt werden. Von Anfang an konnte ich meine Meinung, meine Ideen und meine Persönlichkeit einbringen. Als mich in den ersten Monaten unser Teamleiter (ja, wir haben trotzdem noch einen Teamleiter, da wir im hierarchisch strukturierten, wenn auch flachen Gefüge von PostFinance zu finden sind) nach meiner Meinung zu einer bevorstehenden Entscheidung gefragt hat, fühlte ich mich dann aber doch etwas überfordert – wenn auch im Guten.

Doch, wie so alles, bringt auch die Organisationsform der Soziokratie ihre Tücken mit sich. Hier folgt, was ich in den letzten beiden Jahren gelernt habe:

  • Soziokratie erfordert und fördert ein hohes Mass an Eigenmotivation
  • Die «Spielregeln» müssen genau definiert und festgehalten werden, damit implizites explizit wird.
  • Eine passende Meetingstruktur für die verschiedenen Gefässe muss garantiert werden (beispielsweise für den Informationsaustausch, Entscheidungen und Governance)

Einen Vergleich mit einer stark hierarchischen Struktur kann ich nicht herleiten – ich kenne nur die Soziokratie, kann mir aber schwer vorstellen, dass es mir mit einer anderen Art der Zusammenarbeit genauso wohl ist. Denn nun kann ich sagen, dass sich Soziokratie nicht nur in der Theorie gut anhört, sondern bei konsequenter Umsetzung genauso viel Spass macht!

Vielleicht ist die Soziokratie auch etwas für dich und dein Team?

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